Tag neun - BeerFugees welcome?
Ich weiß nicht, ob es jemand kennt oder mich jemand diesbezüglich versteht, aber ich versuche es mal.

Nach ein paar Tagen ohne Stress, ohne Alkohol oder sonstwas schaut man die Nachrichten und denkt sich, naja ist ja doch alles nicht ganz so schlimm wie man es vielleicht gedacht hat. Ein paar Tage später schaltet man während des zweiten Bieres die Online-Nachrichten an und überlegt sich, in welches Land man auswandern könnte oder wie man denn am besten an Waffen kommt.

Kurz und knapp, unter Alkohol neige ich zu Dramatisierungen. Ihr auch?

Manchmal stelle ich mir dann spezielle Fragen. Was zum Beispiel, wenn die Flüchtlinge die aktuell kommen, nicht muslimisch wären, sondern britische sauf-Fußball-Fans, oder aber Chinesen, Japaner, Brasilianer? Würde die Bevölkerung Deutschlands ähnlich skeptisch damit umgehen?

An manchen Tagen schaffe ich es, mich dermaßen in Rage zu "Denken", dass ich tatsächlich wütend bin, ganz ohne realen Grund. Ganz ehrlich, wenn man nichts von dieser Flüchtlingskrise wüsste, würden mir hier maximal ein paar mehr Araber am Bahnhof auffallen, sonst nichts. Der ganze Wind um die Eröffnung von Heimen und so weiter...letztlich alles umsonst. Zumindest bisher.

Und ist sie nun gut, diese Zuwanderung? Wie werden die Kulturen miteinander existieren? Den größten Fehler den ich bei diesem Thema machen konnte, war es, den "Kampf der Kulturen" zu lesen. Nun weiß ich: Die oder Wir. Hoffen wir mal, dass Huntington unrecht hat.

Jetzt sind es übrigens wieder acht Tage, ohne Freund und Feind.

Und nun, einen sonnigen Sonntag, Prost, bis Morgen!